Viel Luft hinter Villingener FSG

KLB1 GIESSEN: +++ Hungener Spielgemeinschaft kaum noch zu stoppen +++ Verfolger-Trio rangelt um Relegation +++ Besa ohne Bucaj +++

GIESSEN (tig). So dicht wie in dieser Saison war die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen noch nie am Aufstieg dran. Durch die Punktabzüge der drei Verfolger ist der Vorsprung in der Winterpause der Kreisliga B 1 auf sieben Punkte angewachsen. Für die Konkurrenten Besa Gießen, Salzböden/Odenhausen und Sachsenhausen geht es wohl nur noch um den Relegationsplatz.

Zu souverän präsentierte sich der vor der Runde um den TSV Hungen erweiterte und nun zu einer Dreier-SG mutierte Spitzenreiter. ,,Das ist bisher richtig gut gelaufen. Wir sind zwar noch nicht durch, aber das Ziel bleibt natürlich der Aufstieg", bilanzierte Nonnenroths Abteilungsleiter Michael Metzger die bisherigen 20 Spieltage zufrieden. Nur das 1:2 gegen Salzböden und die Punkteteilung gegen Garbenteich/Hausen beschmutzten die weiße Weste. Die sowieso schon beste Abwehr der Liga (15 Gegentreffer) gewinnt durch die Rückkehr der Langzeitverletzten Dirk Koch und Stefan Leipold zusätzliche Stabilität.

Wer soll die FSG da noch stoppen? Eigentlich sie sich nur selbst. Doch auch in dieser Hinsicht ist Metzger beruhigt. ,,Aus den Erfahrungen der letzten Jahre haben wir gelernt. Das Trainerteam ist hart und sorgt dafür, dass kein Schlendrian einkehrt." Da stört es auch nicht, dass die Vorbereitung auf dem Hartplatz nicht optimal lief. Auch hier verweist Metzger auf die Erfahrung. ,,Das sind wir aus den letzten Jahren gewöhnt."

Klingt nicht so, als würde sich Villingen noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Zudem wurde Top-Verfolger Besa Gießen in der Winterpause erheblich geschwächt. Alban Bucaj, mit 35 Toren für fast die Hälfte der 79 Treffer verantwortlich, verließ den Verein gen Birklar. Mit Vedat Kocas (TuBa Pohlheim) und Ronny Stein Rodriguez (VfB Gießen II) wurden zwar zwei Offensivkräfte geholt, denen Trainer Vixhilent Tahiri ,,Potenzial" bescheinigt, denen es aber auch an Spielpraxis mangelt. Tahiri sieht in Bucajs Wechsel aber auch Positives. ,,Der Kader ist spielerisch stark genug, um den Abgang einigermaßen abzufangen. Jetzt haben andere die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen, statt sich hinter Bucaj zu verstecken."

Die Tests gegen höherklassige Teams und die im Vergleich zum Sommer ,,überragende" Trainingsbeteiligung geben dem Übungsleiter zusätzlich Hoffnung. ,,Wir haben es selbst in der Hand, Platz zwei zu verteidigen und den Abstand nach hinten zu vergrößern." Dafür müsse allerdings ,,jedes Spiel wie ein Topspiel und ohne Nachlässigkeiten angegangen werden." Ausrutscher wie die auf der Zielgeraden verspielte 4:2-Führung gegen Dorf-Güll dürfen nicht mehr passieren. Außerdem steht mit Anton Krasnic ein erfahrener Mann im Kader, der mit 23 Treffern seine Knipser-Qualitäten unter Beweis stellte.

Drei Zähler hinter Besa steht nach dem Punktabzug die SG Salzböden/Odenhausen. Bei der SG klappte die Integration der A-Jugendlichen besser als gedacht. Umso mehr schmerzt der einjährige Auslandsaufenthalt von Janis Schnitzler. Dieser Weg soll weiter bestritten werden. Denn auch in den kommenden zwei Jahren gilt es, vielversprechende Talente in die erste Mannschaft einzubauen. ,,Die Mischung aus erfahren und jung stimmt einfach", bilanziert der sportliche Leiter Jörg Wagner und schreibt diese Leistung vor allem dem Trainer zu. ,,Roy Thormann hat diese schnelle Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Er kann gut mit den jungen Leuten umgehen."

Wagner hätte auch nichts dagegen, wenn dieser Weg schon in diesem Jahr in die Relegation führt. Gegen die drei Hauptkonkurrenten sah die SG gut aus, fügte unter anderem Villingen die einzige Niederlage (1:2) zu. Gegen Teams aus dem Mittelfeld tat sich Salzböden hingegen oft schwer. Das müsse sich ändern, um an Besa noch vorbei zu kommen. Und falls nicht, ,,greifen wir eben im nächsten Jahr an", sagt Wagner.

Vorbereitung ,,beschissen"

Letzter im Bunde der Top-Vier ist der 1. SC Sachsenhausen. ,,Wir müssen die Fehler aus der Hinrunde abstellen und gegen die direkten Konkurrenten punkten. Das erklärte Ziel ist die Relegation. Dafür ist noch alles drin und dafür werden wir alles tun, auch wenn es bis zum Mai ein enger Dreikampf wird. Das junge Team hat das Potenzial für die A-Klasse", gibt sich SC-Urgestein Klaus-Dieter Adams angriffslustig. Doch die Vorbereitung mit dem unveränderten Stamm verlief ,,beschissen." ,,Der Platz war wochenlang gesperrt. Dass es platztechnisch für den Auftakt gegen Frankenbach/Vetzberg reicht, wage ich zu bezweifeln."

Bild und Text: Fupa.net vom 28.02.2015

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